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Beschäftige dich mit Jesus Christus!

Der Apos­tel Pet­rus weiss, wie wichtig der Herr Jesus für unser Glaubensleben ist. Darum fordert er uns auf: «Wachst aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus» (2. Pet 3,18). Wie können wir diesem Appell nachkommen? Es beginnt damit, dass wir den Herrn Jesus Christus aus der Bibel kennen lernen. Er soll in seiner Grösse und Herrlichkeit vor unseren Herzen stehen. Das wirkt sich auf unser Leben aus: Je tiefer unser Eindruck von seiner wunderbaren Person ist, desto grösser ist sein Einfluss auf uns.

Seine persönliche Herrlichkeit

Der Herr Jesus ist Gott und Mensch in einer Person. Diese Wahrheit übersteigt unseren Verstand. Doch im Glauben können wir sie ins Herz aufnehmen. Wenn wir seine Gottheit und sein Menschsein betrachten, staunen wir über seine persönliche Herrlichkeit. Darin ist Jesus Christus einzigartig.

  • Er ist der ewige Sohn Gottes, der keinen Anfang hat. Schon immer war Er als göttliche Person da und stand in einer wunderbaren Beziehung der Liebe zum Vater (Joh 1,1.2.14.18).
  • Als Sohn Gottes ist Er allwissend, allmächtig und allgegenwärtig. Er kann die Gedanken der Menschen lesen, Tote auferwecken und jeden Tag bei uns sein (Mt 9,4; Lk 7,14; Mt 28,20).
  • Der Sohn Gottes ist wirklicher Mensch geworden. Er hat einen menschlichen Geist, eine menschliche Seele und einen menschlichen Körper (Joh 11,33; 12,27; 19,38).
  • Der Herr Jesus ist reiner, sündloser Mensch. Das wird dreifach bezeugt: Er kannte Sünde nicht, Er tat keine Sünde, und Sünde ist nicht in Ihm (2. Kor 5,21; 1. Pet 2,22; 1. Joh 3,5).

Seine moralische Herrlichkeit

Der Herr Jesus hatte als Mensch auf der Erde «keine Gestalt und keine Pracht» (Jes 53,2). Seine äussere Erscheinung war unauffällig, Er hob sich in seinem Aussehen nicht von den Mitmenschen ab, die Sünder waren. Dennoch sagen die Söhne Korahs von Christus: «Du bist schöner als die Menschensöhne» (Ps 45,3). Damit sprechen sie seine moralische Schönheit an, die sich in seinem Verhalten zeigte. Darin übertraf Er alle anderen:

  • Nie war ein Mensch so geduldig wie Jesus Christus. Immer blieb Er ruhig, nahm sich Zeit für die Anliegen der Menschen und ging auf ihre Probleme ein.
  • Nie lebte ein Mensch so gerecht wie der Herr. Er entsprach vollkommen den Ansprüchen Gottes und kam allen seinen Pflichten gegenüber den Mitmenschen nach.
  • Nie hat ein Mensch so geredet wie der Heiland. Seine Worte waren immer der Situation und den Zuhörern angepasst. Er sagte nicht zu viel und nicht zu wenig.
  • Nie war ein Mensch so gehorsam wie Jesus. Es war eine Freude für Ihn, den Willen Gottes zu tun, so dass Er Ihm bis zum Tod am Kreuz gehorchte.

Auswirkungen

Der tiefe Eindruck, den wir von der Herrlichkeit des Herrn Jesus haben, wird sich auf unser Leben auswirken:

  • Gemeinschaft: Weil der Herr Jesus so wunderbar ist, wünschen wir, die Beziehung zu Ihm zu pflegen. Wie die Jünger von Emmaus bitten wir Ihn: «Bleibe bei uns!» (Lk 24,29). Wie Johannes suchen wir seine Nähe, um seine Liebe zu geniessen (Joh 13,23).
  • Gehorsam: Wenn unser Herz von Christus erfüllt ist, fällt es uns nicht schwer, Ihm zu gehorchen. Gern möchten wir das tun, was Er uns aufträgt. Weil wir Ihn lieben, ist es uns ein echtes Anliegen, seine Gebote und sein Wort zu halten (Joh 14,21.23).
  • Nachfolge: In einer Welt, die Jesus Christus ablehnt, ist es nicht einfach, ein Jünger des Herrn zu sein. Doch seine persönliche Würde und seine Ehre im Himmel spornen uns an, uns zu verleugnen, die Schmach der Welt zu ertragen und Ihm entschieden nachzufolgen.
  • Zeugnis: Die Herrlichkeit des Erlösers weckt in uns den Wunsch, dass unsere Mitmenschen Ihn kennen lernen. Wir nutzen die Gelegenheiten, die sich bieten, um ihnen vom Heiland der Welt zu erzählen. Wir verhalten uns so, dass wir ein Licht für Ihn sind.
  • Anbetung: Wenn unsere Erkenntnis über die Person und das Werk des Erlösers und unsere Liebe zu Ihm wachsen, wird unsere Anbetung belebt und vertieft. Mit Freude bekennen wir seinen wunderbaren Namen vor unserem Gott und Vater (Heb 13,15).
  • Versammlung: Je mehr uns der Herr Jesus bedeutet, desto stärker zieht es uns an den Ort, wo die Seinen in seinem Namen versammelt sind und Er in ihrer Mitte ist. Wir freuen uns, in seiner Gegenwart zu sein, blicken im Glauben auf Ihn und erwarten allen Segen von Ihm.
  • Hoffnung: Die Beschäftigung mit der Herrlichkeit des Herrn Jesus und unsere Liebe zu Ihm bewirken, dass wir sehnsüchtig auf Ihn warten. Die Hoffnung seines Kommens bleibt lebendig in uns. Wir möchten bei Ihm sein. Darum rufen wir Ihm zu: Komm, Herr Jesus!

Bis unser Herr kommt, wollen wir im Glauben auf Ihn schauen und mit Herzensentschluss bei Ihm verharren.

Autor: Matthias Billeter, Quelle: Friedenstaube