Wer ist Jesus Christus?
«Da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme erging aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe» (Mt 17,5).
Gott, der Vater, will uns zeigen, was der Herr Jesus Ihm bedeutet. Er ist sein geliebter Sohn, an dem Er Wohlgefallen gefunden hat. Der Vater sagt uns: Jesus Christus ist der Sohn meiner Liebe! Ihr seid angenehm gemacht in dem Geliebten. Alle Segnungen, die Ich euch schenken will, habe Ich euch im Herrn Jesus gegeben.
So richtet der Vater unsere Augen auf seinen Sohn, damit wir Ihn anschauen und erkennen: Das Herz des Vaters ist von Ihm erfüllt und findet in Ihm seine ganze Freude! Er wünscht, dass auch wir von Christus erfüllt sind und unsere Freude in Ihm finden. Das ist der Fall, solange unser Glaubensblick auf Ihn gerichtet ist. Dann sind wir völlig glücklich und werden uns bewusst, welche Stellung wir als gläubige Christen einnehmen. Wir sind Kinder und Söhne Gottes, mit denen der Vater über das sprechen kann, was sein Herz beschäftigt. Er teilt uns aus dem Wort Gottes mit, wer der Herr Jesus ist. Er lädt uns ein, dass wir die Herrlichkeit seines Sohnes sehen und bewundern. Sie wird uns in der Bibel von 1. Mose 1 bis Offenbarung 22 beschrieben.
Wer ist Jesus Christus? Das könnte wohl als Überschrift über die ganze Bibel stehen. Sie zeigt seine Person und sein Werk am Kreuz. Schon in den vielen Vorbildern des Alten Testaments beschreibt der Vater die Herrlichkeit seines Sohnes. Wenn wir anfangen, dieses Thema zu erforschen, können wir uns viele Wochen damit beschäftigen. Immer wieder sehen wir die Schönheit seiner Person als Mensch auf der Erde und die Herrlichkeit seines Werks am Kreuz in all den verschiedenen Seiten. Wenn wir erkennen, wie vollkommen Er in seinem Leben und in seinem Tod war, werden wir mit Bewunderung und Anbetung erfüllt.
Denken wir zum Beispiel an das Speisopfer in 3. Mose 2, das uns das Leben des Herrn Jesus als Mensch auf der Erde vorstellt. Jesus Christus war wirklicher Mensch, denn das Speisopfer bestand aus Feinmehl. Er war die Frucht der Erde (Jes 4,2). Er lebte hier als vollkommener Mensch – wie das Feinste vom Weizen, der aus dem Erdboden gewachsen ist. Das Speisopfer zeigt also, was der Vater im Menschen Jesus Christus auf der Erde sah. Sein ganzes Leben war dieses reine Feinmehl, ein Bild seiner absoluten Reinheit. Er war in seiner Natur und in seinem Leben als Mensch tadellos. Es gab bei Ihm nichts Unausgeglichenes. Das alles durchschauende Auge Gottes, vor dem nichts verborgen bleibt, sah im Herrn Jesus gar nichts Unreines, sondern nur Vollkommenheit.
Die Kuchen und die Fladen aus Feinmehl wurden mit Öl gesalbt oder gemengt. Das Öl ist ein Bild des Heiligen Geistes, der in Jesus Christus uneingeschränkt wirken konnte. Dazu kam der Weihrauch, der von der besonderen Herrlichkeit des Herrn spricht, die nur der Vater in ihrem Wert einschätzen kann.
Die verschiedenen Arten des Speisopfers im Ofen, in der Pfanne oder im Napf zeigen uns den Herrn Jesus in den unterschiedlichen Schwierigkeiten und Prüfungen. Was hat Er nicht alles in seinem Leben durchgemacht! Von allen Seiten wurde Er geprüft. Was muss es für seine reine Natur gewesen sein, mit der Sünde konfrontiert zu werden! Was empfand Er, in einer sündigen Umgebung zu leben und mit Menschen in Berührung zu kommen, die böse und verdorben waren! Er musste sagen: «Für meine Liebe feindeten sie mich an … Sie haben mir Böses für Gutes erwiesen und Hass für meine Liebe» (Ps 109,4.5). Wie litt Jesus unter der Feindschaft der Menschen!
Gott, der Vater, stellt uns im Speisopfer auch die Leiden des Herrn Jesus während seines Lebens vor, damit wir erkennen, dass Er in allen Prüfungen nur seine Vollkommenheit offenbarte. Bei Ihm gab es nichts Ungereimtes. Das war es, was der Vater sah, und was glaubende Menschen entdecken können. Dann sagen sie voller Bewunderung: «Du bist schöner als die Menschensöhne, Holdseligkeit ist ausgegossen über deine Lippen» (Ps 45,3).
Neben dem Speisopfer gab es auch blutige Opfer. Sie stellen uns den Herrn Jesus in seinem Werk am Kreuz vor. Das Brandopfer beispielsweise war ganz für Gott. Es zeigt, wie vollkommen Jesus Christus nach dem Urteil des heiligen und gerechten Gottes in seinem Tod war. Als Er am Kreuz litt und starb, waren seine Liebe, seine Heiligkeit, seine Gerechtigkeit, seine Gnade einzigartig. Dabei bedenken wir: Diese herrliche Person ist mein Heiland!
Der Vater stellt uns die Herrlichkeit seines Sohnes vor, damit wir die Frage «Wer ist Jesus Christus?» besser beantworten können. Wenn wir Ihn betrachten, wird Er kostbar für unser Herz. Es ist unmöglich, dass wir uns mit dem Herrn Jesus beschäftigen, ohne von seiner Herrlichkeit angezogen zu werden. So wird Er immer wertvoller für uns. Unser Herz wird mehr und mehr von Ihm erfüllt.
Wenn wir Jesus Christus bewundern, sagt uns Gott, der Vater: So denke auch Ich über Ihn! Das, was ihr an Ihm seht, sehe auch Ich. Warum tut der Vater das? Weil Er will, dass wir mit Ihm über seinen Sohn Gemeinschaft haben. Wir dürfen dem Vater erzählen, was wir an der Person und am Werk des Herrn Jesus wertschätzen. Dadurch beten wir Gott, den Vater, an.