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Leseplan: Christus – der Knecht Gottes
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Einleitung

Verfasser

Jesaja war verheiratet und hatte mindestens zwei Söhne (Jesaja 7,3; 8,3). Er wirkte als Prophet des Herrn hauptsächlich im Südreich Juda. Sein Dienst dauerte mehr als 50 Jahre.

Einteilung

Das Buch Jesaja besteht aus zwei grossen Teilen, die durch einen geschichtlichen Abschnitt voneinander getrennt sind:

Kapitel 1 – 35: Die äussere Geschichte des Volkes Gottes und sein Verhältnis zu den Nationen.

Kapitel 36 – 39: Das Leben Hiskias in seiner sinnbildlichen Vorausschau auf die Zukunft.

Kapitel 40 – 66: Die innere Geschichte des Volkes Israels in seiner Beziehung zu Gott und zu Christus.

Prophetie

In den Voraussagen auf die Zukunft gibt es zwei Schwerpunkte:

  • Auf dem Hintergrund der damaligen Bedrohung durch den König von Assyrien beschreibt Jesaja den Angriff des zukünftigen Assyrers auf Israel. Gott wird diesen Feind aus dem Norden benutzen, um die Gottlosen in seinem Volk zu richten und den gläubigen Überrest zu läutern.
  • Jesaja weist mit vielen Weissagungen auf Christus hin. Er spricht über seine Geburt (Jesaja 7,14; 9,5), seinen Dienst (Jesaja 42,1; 49,3-6), seine Leiden (Jesaja 50,6; 53) und seine Herrlichkeit (Jesaja 11,2-10; 52,13-15).

Überblick über Jesaja 40 – 66

Der zweite Teil des Propheten Jesaja hat 27 Kapitel, die sich thematisch in drei Abschnitte von je neun Kapiteln aufteilen:

  • In den Kapiteln 40 – 48 überführt Gott sein Volk von der Sünde des Götzendiensts. Er macht klar: «Ich bin der Herr, und sonst ist keiner, ausser mir ist kein Gott» (Jesaja 45,5).
  • In den Kapitel 49 – 57 wird Christus vorgestellt, wie Er als Knecht Gottes zum Volk Israel kommt und abgelehnt wird. Er leidet und stirbt für die Sünden seines Volkes (Jesaja 53).
  • Die Kapitel 58 – 66 zeigen, dass Gott in der Zukunft die bußfertigen Menschen aus Israel segnen wird. Sie werden am Friedensreich teilnehmen, weil Christus für sie gestorben ist.

Die Gnade Gottes

Der zweite Teil der prophetischen Kapitel im Buch Jesaja beginnt mit dem Trost Gottes an sein irdisches Volk. Der Prophet spricht hier nicht von der Zeit nach der babylonischen Gefangenschaft – was damals auch noch zukünftig war –, sondern von der Endzeit. Wenn die Drangsalszeit vorüber sein wird und der Überrest den einst gekreuzigten Jesus von Nazareth als Messias anerkennen wird, wird Gott wieder zum Herzen Jerusalems reden. Ihre Schuld der Verwerfung von Christus ist dann abgetragen, weil Er sie am Kreuz auf sich genommen hat.

Ab Vers 3 sehen wir den Weg, auf dem dieses Ziel erreicht werden wird. Zunächst wird prophetisch von Johannes dem Täufer, dem Wegbereiter des Messias gesprochen (vergleiche Matthäus 3,3). Doch sowohl der Herold als auch der König wurden damals vom Volk abgelehnt. Diese Verse weisen daher auf eine noch zukünftige Zeit hin, wenn Christus in Macht und Herrlichkeit erscheinen wird (Vers 5).

Die Verse 6-8 zeigen den grossen Gegensatz zwischen den Geschöpfen und dem Schöpfer und seinem Wort. Möchte es uns mehr bewusst sein, wie gering wir Menschen (auch als Gläubige) sind und wie gross und mächtig unser Herr und sein Wort sind!

In den Versen 9-11 geht es um die Erscheinung des Herrn in Herrlichkeit. Er wird in Kraft kommen. Dann wird Er die Treue der Seinen belohnen und seinen Feinden ihre Bosheit vergelten. Schliesslich wird Er sich um sein Volk kümmern wie ein Hirte sich seiner Herde und besonders der Schwachen annimmt.

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Die Grösse Gottes

Der kommende Herr (Vers 10) ist der Sohn Gottes und der Schöpfer von allem. Durch eine Anzahl Fragen wird auf die Grösse Gottes und die Nichtigkeit des Menschen aufmerksam gemacht. Aber dann folgt die Frage, die sich gegen jeden Götzendienst wendet: «Wem wollt ihr Gott vergleichen, und was für ein Gleichnis wollt ihr ihm an die Seite stellen?» Nichts ist mit dem grossen allmächtigen Gott zu vergleichen, und doch hat der Mensch sehr früh begonnen, Bilder von Gott zu machen – Götzenbilder! (Römer 1,18-23).

Ab Vers 21 wird die Beschreibung der Erhabenheit Gottes fortgesetzt. Die Verse 12-26 richten sich eigentlich an alle Menschen, nicht nur an Israel, in dessen Mitte es zwar viel Götzendienst gab. Jeder, der aufrichtig die Bibel liest, sollte sich beim Lesen dieser Verse vor Gott beugen und Ihn in Ehrerbietung als den Allmächtigen anerkennen.

Die Schlussverse richten sich dann besonders an das Volk Israel. Sie zeigen die Bemühungen und die Fürsorge dieses grossen, ewigen Gottes um sein eigenes Volk. Diese Worte stehen auch zu unserer Ermunterung da. Wenn wir Gottes Wege mit uns manchmal nicht verstehen (Jesaja 55,8.9) – Er kann uns sein Tun nicht immer erklären –, dürfen wir doch festhalten, dass Er für uns sorgen will. Wenn wir vertrauensvoll auf den Herrn harren, werden wir seine Kraft erfahren. Er will nicht, dass die Umstände uns erdrücken. Darum schenkt Er uns Flügel des Glaubens, damit wir uns zu Ihm aufschwingen und mit Zuversicht weitergehen können.

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Israel, der Knecht Gottes

Zu Beginn des Kapitels wendet sich Gott an die Nationen und spricht prophetisch von einem Herrscher, den Er erwecken und der viele Völker unterjochen würde. Wer ist dieser Mann? Es ist der in Jesaja 44,28 genannte Perserkönig Kores, der etwa 200 Jahre nach Jesaja regierte. Er war es, der nach der babylonischen Gefangenschaft der Juden den Befehl erliess, den Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen (Esra 1,1-4). Dieser Herrscher ist aber nur ein Abbild des Messias, der in der Endzeit den gläubigen Überrest der Juden befreien und den Götzendienst, der in der Verehrung des Antichristen seinen Höhepunkt findet, vernichten wird.

Die Völker sehen Gottes Machtentfaltung. Doch sie stützen sich auf ihre Götzen, für die Gott nur ironische Worte übrig hat (Verse 6-7).

Während die Nationen auf ihre Götzen vertrauen, ermuntert Gott sein Volk mit dem tröstlichen: «Fürchte dich nicht!» Er sagt ihm seinen Beistand, seine Hilfe und Unterstützung zu. Einmal wird aller Antisemitismus, aller Widerstand und alle Feindschaft gegen die Juden durch Gottes Eingreifen beendet werden (Verse 11-12). Aber das ist noch zukünftig.

Die Verse 15 und 16 sagen sogar voraus, dass der Herr, der Israel erlösen wird, den gläubigen Überrest benutzen wird, um die Feinde zu richten. Doch der eigentliche Vollstrecker des Gerichts ist Gott. Daran erinnern der Wind und der Sturm, die klar auf seine Macht hinweisen.

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Der HERR und die nichtigen Götzen

Wenn der Herr Jesus in Herrlichkeit wiederkommen wird, wird Er nicht nur die Treuen seines Volkes (die Elenden und Armen) erlösen und ihre Feinde richten, sondern auch sein Segensreich aufrichten. Davon berichten die Verse 18-20. Dabei können wir einerseits an einen geistlichen Segen für die Menschenherzen denken (Quelle der Rettung, Wasser des Lebens; Jesaja 12,3). Anderseits wird im Tausendjährigen Reich die Schöpfung vom Fluch befreit werden, sodass Wüstengegenden zu blühenden Landstrichen werden.

Die Verse 21-29 sind eine Fortsetzung von Jesaja 41,1-7. In den ersten Versen richtete sich Gott an Völker, die Götzen dienten. Jetzt wendet Er sich direkt an die Götzen. Sie sollen das Zukünftige voraussagen und damit beweisen, dass sie Götter sind. Doch sie vermögen weder Gutes noch Böses zu tun. Darum das göttliche Urteil: «Ihr seid nichts, und euer Tun ist Nichtigkeit, ein Gräuel ist, wer euch erwählt.»

In Vers 25 kommt der Herr wieder auf den persischen König Kores zu sprechen. Gott war es, der den Geist dieses Herrschers erweckte und bewirkte, dass er Ihn als Gott des Himmels anerkannte (Esra 1,1-4). Gab es irgendeinen Götzen, der dies im Voraus hätte ankündigen können? Nein! Anderseits ist die in der Bibel enthaltene Prophetie, von der sich schon vieles erfüllt hat, einer der klarsten Beweise für die Existenz des einen wahren Gottes.

Der Messias im Buch des Propheten Jesaja

Ausser den Psalmen gibt es im Alten Testament kein anderes Buch, das so viele Weissagungen über den Herrn Jesus enthält wie das Buch des Propheten Jesaja. Es ist, als habe der inspirierte Schreiber Christus ständig vor Augen gehabt wie z.B. in Jesaja 6. Das wird in gewissem Sinn in Johannes 12,37-41 bestätigt. Zuerst wird das Verhalten der Menschen, die damals den Herrn Jesus ablehnten, mit zwei wichtigen Stellen aus diesem Propheten unterstrichen. Dann heisst es: «Dies sprach Jesaja, weil er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete.»

Die wichtigsten Abschnitte sind:

Daneben gibt es noch viele andere Stellen im Buch Jesaja, die vom Messias, dem Erlöser Jesus Christus, reden.

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Christus, der Knecht Gottes

In Jesaja 41,9 sagte Gott von seinem Volk Israel: «Du bist mein Knecht.» Aber hier weist Er auf Christus, den Messias, hin, wenn Er von meinem Knecht spricht. Als Mensch ist der Herr Jesus der Auserwählte Gottes (Lukas 23,35). Gleichzeitig ist Er der geliebte Sohn Gottes, auf den der Vater stets mit Wohlgefallen blicken konnte (Matthäus 3,17; 17,5).

In den prophetischen Büchern des Alten Testaments werden das Kommen des Herrn Jesus in Niedrigkeit und sein Kommen in Herrlichkeit oft in einem Atemzug genannt. So auch hier. Einerseits weisen viele Aussagen in den Versen 2-4 auf den demütigen Jesus von Nazareth hin, wie wir Ihn in den Evangelien finden. Anderseits wird Er erst im Tausendjährigen Reich, wenn Er in Herrlichkeit erscheinen wird, «den Nationen das Recht kundtun» und «das Recht auf der Erde gründen».

In Vers 5 haben wir erneut den souveränen, allmächtigen Schöpfer-Gott. Er ruft seinen Knecht, den Herrn Jesus als Mensch auf der Erde. Unser Heiland kam einerseits für sein irdisches Volk auf die Erde (zum Bund des Volkes). Bei der Einsetzung seines Mahls sagte Er: «Dies ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden» (Matthäus 26,28). Aber Er kam auch zum Licht der Nationen. Bis heute wird das Evangelium der Gnade allen Menschen verkündigt. Und wenn wir an die Zukunft denken, dann wird sich der Segen des Tausendjährigen Reiches nicht auf Israel beschränken, sondern zu allen Völkern ausfliessen.

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Gott triumphiert, Israel ist blind

In Offenbarung 5,9 ist die Rede von einem neuen Lied, das von allen Erlösten im Himmel gesungen wird. Hier geht es um ein neues Lied, das auf der Erde gesungen wird, und zwar von allen, die den Segen des Herrn geniessen werden. Sie werden Ihm die Ehre geben.

Vers 14 spricht von der Zeit, in der wir leben. Es ist die Zeit der Nationen, in der Gott die Regierungsgewalt in die Hände der Nationen gelegt hat und nicht direkt ins Weltgeschehen eingreift. Aber das wird sich ändern, nachdem die Glaubenden entrückt sind. Dann wird Gott die Erde mit Gerichten heimsuchen, um sie für die Friedensherrschaft seines Sohnes zu reinigen. Gleichzeitig wird Er sich seines irdischen Volkes annehmen. Für sie, die Blinden (sie haben Jesus nicht als ihren Messias erkannt), wird eine Zeit des Lichts anbrechen.

In Vers 19 ist der Knecht des Herrn wieder sein Volk Israel. Es hat gegenüber Gott völlig versagt und ist unter seiner Züchtigung in eine derart missliche Lage gekommen, dass ihm niemand ausser dem Herrn Jesus noch helfen kann. Davon ist in unseren Versen zwar noch nichts zu hören.

Aber der 24. Vers deutet doch an, dass das Gewissen des Volkes dann erwacht und sie langsam ihren Widerstand gegen Gott erkennen. «Sie wollten nicht auf seinen Wegen wandeln und hörten nicht auf sein Gesetz.» Doch die grösste Sünde war die Verwerfung und Kreuzigung von Jesus Christus.

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Verheissung der Rückkehr Israels

Obwohl Gott sein irdisches Volk wegen seinen Sünden züchtigen, ja, auf die Seite stellen musste, liebt Er es immer noch (Vers 4). Diese seine unveränderliche Liebe wird sich darin zeigen, dass Er sich nach langer Unterbrechung diesem Volk wieder in Gnade zuwenden wird. Die Grundlage seiner Begnadigung wird die Erlösung sein, die der Herr Jesus am Kreuz von Golgatha auch für die Menschen seines irdischen Volkes erwirkt hat. Wer sie im Glauben annimmt, wird zum gläubigen Überrest Israels gehören. Dieser wird zwar noch durch die schwere Zeit der Drangsal zu gehen haben (Vers 2), aber darin nicht untergehen.

Die Verse 5-7 reden von der Rückkehr des Volkes Israel in sein Land. Aus allen Völkern werden jene Menschen kommen, die abstammungsmässig dazu gehören – «jeder, der mit meinem Namen genannt ist». Diese Rückkehr wird im Unglauben geschehen. Darum ist vom blinden Volk die Rede. Trotzdem wird die Sammlung des Volkes Israel ein ausserordentliches Werk Gottes sein, das den Nationen der Erde vorgeführt wird. Die Angehörigen des Volkes Israel sind Zeugen des einzig wahren Gottes.

Und wenn dann die im Voraus angekündigte Errettung des gläubigen Überrests Wirklichkeit wird, werden die Menschen erkennen, dass kein fremder Gott, sondern nur Gott, der Herr, dies bewirken konnte. Vers 13 erinnert daran, dass Gott nicht nur Liebe, sondern auch Licht ist. Wer sich von Ihm nicht erretten lässt, wird Ihm einmal als dem Richter begegnen müssen. Für einen solchen gibt es keine Hoffnung mehr.

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Gott wirkt in seiner Gnade etwas Neues

Die Juden waren damals noch nicht in die babylonische Gefangenschaft geführt worden. Doch der Herr, der Erlöser Israels, sprach prophetisch bereits von der Eroberung Babels durch die Perser, was schliesslich zur Rückkehr der Juden ins Land Israel führte. Er erinnerte sie auch an ihren Auszug aus Ägypten und den Durchzug durchs Rote Meer, in dem die nachfolgenden Feinde alle untergingen.

Aber dann sollten sie nicht bei der Vergangenheit stehen bleiben, sondern vorwärts blicken. Der Herr kündigte an, Er werde noch Grösseres wirken. Die Erfüllung dieser Verse ist noch zukünftig. Zu Beginn des Tausendjährigen Reiches wird es sowohl Veränderungen in den Herzen der Menschen (des gläubigen Überrests aus Israel) als auch gewaltige Umwälzungen in der Natur geben (Verse 19-21).

Die Wiederherstellung Israels wird sich nicht auf die Vorzüge der Menschen gründen, sondern auf die Gnade Gottes. Er muss ihnen einen Mangel an aufrichtigem Gebet vorhalten und sie erinnern, dass sie Ihm die Opfer nicht in der richtigen Herzenshaltung gebracht hatten. Dazu kamen all die Sünden und Ungerechtigkeiten, in denen die Masse des Volkes lebte. – Aber anstatt alle diese Sünden zu richten, wollte Gott alle Übertretungen tilgen und sie dem ewigen Vergessen übergeben. Wie ist das möglich? Er sagt: «Um meinetwillen.» Die Grundlage dazu ist das Erlösungswerk von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha. Er starb auch für die Sünden seines Volkes. Darum wird der Herr dereinst den Glaubenden vergeben können.

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Gott kündigt das Zukünftige an

Die Gnade Gottes, von der wir am Ende des vorhergehenden Kapitels gelesen haben, findet in den ersten Versen dieses Kapitels ihre Fortsetzung. Der Herr ruft seinem Volk ein erneutes «Fürchte dich nicht» zu und nennt es «Jeschurun» (= der Gerade oder Rechtschaffene; vergleiche 5. Mose 32,15; 33,5.26). Mit diesem Namen wird prophetisch auf den zukünftigen Zustand Israels hingewiesen.

Vers 3 spricht von der Ausgiessung des Heiligen Geistes und des Segens Gottes auf die Nachkommen Israels. Das wird auch in Joel 3,1-5 erwähnt. Diese Stelle zitierte der Apostel Petrus in seiner Rede an Pfingsten, als sich jene Prophetie zum Teil erfüllte. Ihre volle Erfüllung wird erst zu Beginn des Tausendjährigen Reiches stattfinden, wenn Israel sich zu seinem Messias Jesus Christus bekehrt hat. Wunderbar wird die Wiederbelebung dieses Volkes durch den Herrn sein und jeder wird es als grosse Ehre empfinden, mit Ihm und seinem Volk in Verbindung gebracht zu werden. Ja, der grosse, einzig wahre Gott wird sich dann wieder zu Israel bekennen (Verse 6-8).

Im Gegensatz dazu stehen die Götzenbilder und die Hersteller solcher Figuren. Der Herr beschreibt den Herstellungsprozess eines geschnitzten Bildes so ausführlich, um die Lächerlichkeit einer solchen Arbeit aufzuzeigen. Den Höhepunkt der Ironie haben wir wohl in den Versen 15-17, wo beschrieben wird, wie die eine Hälfte eines Baums zum Heizen, Braten und Backen verwendet wird, während man aus dem Rest ein Götzenbild herstellt (Verse 18-20).

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Gott erlöst sein Volk

Israel, das in seiner Vergangenheit so oft in schlimmsten Götzendienst verfiel, sollte diese Worte des Herrn zu Herzen nehmen und nicht vergessen. Darum seine Aufforderung: «Erinnere dich daran, Jakob und Israel!»

Wunderbar sind die Ermunterungen Gottes gegenüber seinem Volk! Aber lasst uns bedenken: Erlösung und Tilgung der Schuld Israels sind nur auf der Grundlage von Golgatha möglich. Weil der Herr Jesus auch für die Übertretungen seines Volkes, das Ihn damals gekreuzigt hat, gestorben ist, kann Gott Jakob erlösen und sich an Israel verherrlichen. Wie gross wird der Jubel der ganzen Schöpfung sein, wenn diese Prophezeiung wahr werden wird!

Am Ende der Verse, in denen der Herr als Erlöser Israels voraussagt, was Er zu tun gedenkt, wird der Perserkönig Kores namentlich erwähnt. Zudem wird gesagt, was er veranlassen werde (den Wiederaufbau Jerusalems und des Tempels; Esra 1,2.3). Das war 150 Jahre vor seiner Geburt. Niemand ausser dem allwissenden Gott konnte so etwas ankündigen. Er nennt Kores «mein Hirte» und sagt von ihm: «Der all mein Wohlgefallen ausführt.» Diese Ausdrücke weisen klar auf einen Grösseren als Kores hin: auf den Messias Jesus Christus. Der Herr Jesus ist der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe gelassen hat. Er ist aber auch die Person, an der Gott, der Vater, sein ganzes Wohlgefallen fand (Johannes 10,11; Matthäus 3,17; siehe auch Jesaja 42,1; 53,10). In der Endzeit wird Er sich wie Kores des treuen Überrests aus Israel annehmen.

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Gott handelt souverän

Hier spricht Gott zu Kores. Seine Erfolge als König des persischen Weltreiches hatten also ihren Ursprung in Gott. Hier im Propheten Jesaja wird vorausgesagt, was sich 200 Jahre später in der Weltgeschichte tatsächlich abspielte. Gott nennt drei Gründe für die Auserwählung von Kores:

  1. Er sollte erkennen, dass der Gott Israels Ihn gerufen hatte.
  2. Es ging dem Herrn vor allem um sein auserwähltes Volk Israel.
  3. Es sollte eine weltweite Erkenntnis Gottes geben.

Wie es scheint, hat Kores den allein wahren Gott nicht erkannt (Verse 4-5). Auch der dritte Punkt erfüllte sich damals nicht. Erst im Tausendjährigen Reich wird die Erde von der Erkenntnis des Herrn erfüllt sein (Habakuk 2,14).

Aus Vers 7 könnte man den verkehrten Schluss ziehen, Gott sei auch der Ursprung des Bösen. Doch das Böse hat seinen Ursprung im Willen der gefallenen Geschöpfe, die sich in frevelhafter Weise gegen Gott aufgelehnt haben. Unter «Unglück», das Gott schafft, ist nicht die Sünde an sich zu verstehen, sondern das, was Er dem Menschen auf seinem Lebensweg begegnen lässt. Aus menschlicher Sicht erscheint uns dies oft als böse. Aber Gott lässt es zu.

Die Verse 8-13 haben die Souveränität Gottes zum Thema. Er wird alles bewirken, was den Segen des Friedensreiches unseres Herrn ausmachen wird. Der Mensch hat absolut kein Recht, Gottes Handeln zu kritisieren. Wir Menschen gleichen dem Ton, der den Töpfer niemals fragen darf: Warum machst du mich so? Aber der souveräne Gott, der das Zukünftige kennt, möchte, dass wir Ihm als seine Kinder vertrauen.

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Der Retter Israels und der Welt

Die Rückkehr des kleinen jüdischen Überrests aus der babylonischen Gefangenschaft ins Land Israel ist bei weitem nicht alles, was Gott wirken will (Vers 13). Jene Rückkehr ist nur ein Vorgeschmack der endgültigen Errettung Israels in der Endzeit. Davon sprechen diese Verse.

Vers 15 ist ein Ausruf des Propheten, der beim Niederschreiben dieser herrlichen Zukunftsvision seinem überwältigten Herzen in Anbetung Luft machen muss.

Gott hat die Erde nicht als eine Öde geschaffen (Vers 18). Sie sollte bewohnt werden und die Menschen sollten Ihn als den einzig wahren Gott anerkennen. Doch durch den Sturz Satans und den Ungehorsam des Menschen wurde dieses Ziel scheinbar vereitelt (1. Mose 1,2; 6,6). Im Tausendjährigen Reich wird Gott alle seine Pläne mit dieser Erde durch den Herrn Jesus, den Sohn des Menschen, der einst am Kreuz das Erlösungswerk vollbracht hat, verwirklichen (Hebräer 2,5-18).

In Vers 20 richtet Gott sich an Menschen aus den Nationen. Auch sie müssen erkennen, dass Götzen nichtig sind und es nur einen wahren Gott gibt. Dieser souveräne Gott ist auch ein rettender Gott. Seine Gnade ladet alle Menschen ein, zu Ihm zu kommen – nicht nur heute in der Zeit der Gnade –, sondern auch später. Doch die Gnadenbotschaft ist nicht unverbindlich. Wer sie heute ablehnt, bekommt nach der Entrückung keine weitere Chance. Aber einmal wird jedes Knie sich vor dem Herrn beugen müssen (Philipper 2,10): die Gläubigen aller Zeiten und die ewig Verlorenen. Wie ernst!

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Ohnmacht der Götzen und Allmacht Gottes

In den Kapiteln 46 und 47 geht es um die prophetische Ankündigung des Zusammenbruchs von Babel. Zur Zeit Jesajas war Babel noch keine Weltmacht, wie sie es später unter Nebukadnezar war. Doch Gott sagt hier bereits ihren Niedergang voraus.

Bel und Nebo waren die Hauptgottheiten von Babel. Die Verse 1 und 2 schildern den Abtransport dieser Götzenbilder, die als Teil der Beute aus dem eroberten Babel weggeführt werden. Zusammen mit den Versen 6 und 7 stellt der Geist Gottes erneut die ganze Ohnmacht der Götzen vor.

Dem steht der wahre Gott, der Gott Israels, gegenüber. Er sagt von sich, dass Er sein Volk seit jeher getragen habe und es auch weiter tun will. Wirklich, dieser Gott ist mit nichts zu vergleichen.

Ab Vers 8 wendet der Herr sich an sein Volk und vor allem an die, die von Ihm abgewichen waren. Die Ankündigung des Gerichts über Babel sollte die Menschen des verbliebenen Südreichs Juda zur Umkehr zu Gott führen. Seit frühester Zeit hatte Er gezeigt, dass Er allein Gott ist. Seine Einzigartigkeit zeigt sich besonders darin, dass Er die Zukunft vorhersagen kann. Er ist es ja, der alles lenkt und führt. Seine Allwissenheit und Allmacht kommen besonders in den Versen 10 und 11 zum Ausdruck.

Zuerst ist von der Vorkenntnis Gottes die Rede, dann von der Verwirklichung seines Ratschlusses und schliesslich von der konkreten Durchführung. Der Mann seines Ratschlusses ist hier wieder der Perserkönig Kores, der später Babel eroberte.

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Der Untergang Babels

Nachdem Gott in Kapitel 46 von den Götzen Babels gesprochen hatte, bekommt jetzt die Stadt selbst ihren Urteilsspruch von Ihm zu hören. Diese Stadt wird mit einer Jungfrau verglichen, weil sie bis dahin unbesiegt war. Doch Gott sorgte dafür, dass die Perser sie einnahmen und ihre Bewohner zu Sklaven wurden.

Gottes Begründung für dieses Gericht finden wir in den Versen 6 und 7. Der Herr benutzte das babylonische Reich, um sein eigenes Volk zu züchtigen. Aber Babel (die Chaldäer) ging über die Grenze hinaus, die Gott gesetzt hatte. Diese Eroberer handelten gnadenlos und auferlegten sogar den alten Männern das schwere Joch der Sklaverei. Nun begegnete Gott diesem menschlichen Stolz. Alle Wahrsager und ihre Bannsprüche und Zaubereien konnten dieses Unglück nicht verhindern oder zurückhalten. Es würde plötzlich über die Stadt hereinbrechen (Verse 9.11).

Obwohl dies alles zur Zeit Jesajas noch zukünftig war, geht diese Weissagung doch über das historische Babel hinaus. In der Offenbarung finden wir das Wort «Babylon» (oder Babel) wieder. Es geht dort um das religiöse System, das nach der Entrückung aller wahren Gläubigen als christliches Bekenntnis übrigbleiben wird. Man könnte sagen: die christuslose Christenheit. Das Gericht über Babylon finden wir in Offenbarung 17 und 18, wobei die Ähnlichkeit zwischen Offenbarung 18 und Jesaja 47 auffallend ist. Zu einer vollständigen Erfüllung des hier prophezeiten Gerichts wird es also erst in der noch zukünftigen Endzeit kommen.

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Unverdiente Gnade

Mit diesem Kapitel endet der Teil des Prophetenbuches (Jesaja 40 – 48), in dem die babylonische Gefangenschaft als Folge des Götzendienstes in Juda, aber auch die Befreiung durch den Perserkönig Kores beschrieben wird. Aber alles weist vorbildlich auf die zukünftige Errettung des gläubigen Überrests der Juden in der Endzeit hin.

Gott ruft sein Volk auf, zu hören, denn Er hat ihm einiges zu sagen. Die Menschen führten den Namen Gottes im Mund. Sie beriefen sich auf Jerusalem und auf den Gott Israels. Doch ihr Lippenbekenntnis entsprach nicht ihrem Herzenszustand (Vers 1). Darum hatten sie nötig, auf Gott zu hören.

Der Herr hatte ihnen manches vorausgesagt und es dann plötzlich eintreffen lassen. Dadurch sollten sie erkennen, dass Götzenbilder so etwas niemals tun können (Vers 5).

Und nun wollte Er ihnen etwas Neues, bis dahin Verborgenes, mitteilen. Was meinte Er damit? Es ist die Barmherzigkeit Gottes, die sich dem abtrünnigen Volk, das eigentlich nur Gericht verdient hat, in der Fülle der Zeiten in Christus, dem Messias, offenbaren wird. Sein Erlösungswerk ist eines der Hauptthemen der Kapitel 49 – 57.

Aber zunächst hören wir einfach, dass Gott seinen Zorn zurückhält – nicht wegen eines Verdienstes der Menschen, sondern aufgrund seines eigenen Namens und Ruhms. Dass Er sein Ziel mit Israel erreicht, wird zu seiner Ehre ausschlagen, die nur Ihm gehört.

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Erlösung

Gott als der Redende erinnert sein Volk daran, dass Er der Schöpfer des gesamten Universums ist. Auf Ihn sollen sie hören. Dann spricht Er von dem, den der Herr liebt, der sein Wohlgefallen vollführen wird. Wir müssen unwillkürlich an einen grösseren als Kores denken: an den Herrn Jesus. Er hat in vollkommener Weise das Wohlgefallen seines Gottes und Vaters ausgeführt. Er ist der, den der Vater von Ewigkeit her geliebt hat (Johannes 17,24).

Am Schluss von Vers 16 spricht nicht mehr Gott. Aber es kann auch nicht Jesaja sein. Es ist der von Gott gesandte Messias. Nur Er konnte sagen: «Der Geist des Herrn, Herrn, ist auf mir …, weil er mich gesandt hat» (Jesaja 61,1). Nur von Ihm konnte Gott sagen: «Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt» (Jesaja 42,1).

Von Gottes Seite hat nichts gefehlt, um das Volk Israel auf dem rechten Weg zu leiten. Wenn es seine Anweisungen beachtet hätte, wäre Frieden und Gerechtigkeit sein Teil gewesen. Diese Worte Gottes erinnern an die trauererfüllten Worte des Herrn Jesus über Jerusalem, das Ihn abgelehnt hat (Lukas 19,42).

Bis zum heutigen Tag sind Frieden und Gerechtigkeit das Ergebnis der Buße und des Glaubens an das Erlösungswerk des Herrn Jesus (Römer 5,1). Eine weitere Folge des Gehorsams und des Glaubens haben wir in Vers 19: die Erfüllung der Verheissung Gottes an Abraham. – Für den aber, der nicht Buße tun und glauben will, gilt: «Kein Friede den Gottlosen!» Wie ernst!

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Der abgelehnte Knecht

In den nun folgenden Kapiteln (Jesaja 49 – 57) geht es um die Verwerfung des Messias. Er ist der wahre Knecht Gottes, der an die Stelle des untreuen Knechtes Israel tritt, aber durch Leiden zu gehen hat.

Der Knecht des Herrn, der Messias, ist ein Mensch (Vers 1). Sein Mund wie ein scharfes Schwert lässt an Ihn als den Sohn des Menschen denken, dem Gott die Vollmacht gegeben hat, Gericht zu halten (Johannes 5,22.27). In Vers 3 ist Er der Knecht, der Israels Stelle einnimmt. Indem Er alle Pläne Gottes ausführt, wird Gott durch Ihn verherrlicht.

Ab Vers 4 denken wir an das Leben und den Dienst unseres Heilands in Niedrigkeit, wie uns die Evangelien dies schildern. «Er kam in das Seine und die Seinen nahmen ihn nicht an.» Von seinem Volk abgelehnt fand Er aber die volle Zustimmung Gottes. Und wie wunderbar: Der Herr ist nicht nur der Erretter seines Volkes – was sich in der Zukunft bewahrheiten wird –, sondern auch zum Licht der Nationen gesetzt. Er ist der Heiland der Welt.

Vers 7 fährt fort, von den Leiden des Messias zu berichten. Er war der von allen Verachtete. Er musste den Tod am Kreuz erleiden. Aber Vers 8 deutet seine Auferstehung an. Gott erhörte die Bitten des Herrn Jesus (Hebräer 5,7), indem Er Ihn auferweckte. – Diesen Auferstandenen wird Gott zum Bund seines Volkes setzen. Es ist der neue Bund mit Israel, der sich nur auf das Erlösungswerk von Golgatha gründet. Aufgrund dieses Bundes wird Israel aufs Neue sein Land besitzen und den Segen des Reiches geniessen (Vers 13).

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Der Herr bringt sein Volk zurück

Bevor der Überrest aus Israel den Trost Gottes erfährt, klagt er: «Der Herr hat mich verlassen.» Aber es war eigentlich umgekehrt. Das Volk hatte Gott verlassen und seinen Messias verworfen. Wie wunderbar ist die göttliche Antwort, die jeder Glaubende für sich nehmen darf! Es ist ganz unmöglich, dass der Herr sein Volk oder einen der Seinen vergessen könnte.

Von Vers 17 an wird die Rückkehr der Angehörigen des Volkes Israel aus aller Welt beschrieben. Das wird sich zu Beginn des Tausendjährigen Reiches endgültig erfüllen, auch wenn bereits in unserer Zeit viele Juden ins Land Israel zurückkehren.

Die Schlussworte von Vers 21 lassen sogar an die zehn Stämme denken, von denen heute niemand weiss, wo sie sind. Gott wird zu seiner Zeit dafür sorgen, dass sie zurückkommen.

Die Verse 22 und 23 zeigen, dass die Nationen, unter die das irdische Volk Gottes solange zerstreut war, mithelfen und die Zurückkehrenden unterstützen werden.

In der Endzeit wird es auch Feinde der gottesfürchtigen Juden geben. Sie versuchen jene zu unterdrücken, die den Antichristen nicht anerkennen werden. Doch Gott wird zu seiner Zeit eingreifen und diese «Gefangenen» befreien.

In jener Zeit wird nicht nur Israel, sondern die ganze Menschheit («alles Fleisch») erkennen, dass es nur einen Gott gibt: den Herrn. Er allein ist der Retter und Erlöser Israels.

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Der abhängige Knecht

Der tiefe Grund dafür, dass Gott sein irdisches Volk verlassen musste und es unter alle Völker zerstreut hat, liegt in dessen Ungerechtigkeiten und Übertretungen. Doch die grösste Sünde der Juden ist die Verwerfung und Kreuzigung ihres Messias.

Er ist es, der in den Versen 2 und 3 spricht. Einst kam Er in Niedrigkeit, um in Barmherzigkeit der Not seines Volkes zu begegnen und ihm Erlösung zu bringen. Doch die Mehrheit der Menschen reagierte mit Ablehnung, und dies obwohl der Herr Jesus durch die vielen Zeichen und Wunder, die Er tat, seine Gottheit bewies.

Die Verse 4-9 beschreiben Ihn als den abhängigen Knecht, wie Markus Ihn in seinem Evangelium schildert. Aber in diesem Abschnitt spricht Er vor allem von dem, was Er in seiner Erniedrigung auf dem Weg des Dienstes gelitten hat. Jeden Morgen liess Er sich das Ohr öffnen, um im Gehorsam den Willen Gottes zu tun. Wie schwer muss das für Ihn oft gewesen sein, jeden Tag aufs Neue den Widerstand der Führer des Volkes zu erfahren! Vers 6 lässt uns an die Leiden denken, die Er als Verhafteter auf seinem Weg von Gethsemane nach Golgatha durchgemacht hat. Obwohl es sehr schwer war, wich Er doch nie vom Weg des Gehorsams gegenüber dem Willen Gottes ab. Weil Er völlig unschuldig war, hat Gott Ihn nach seinem Tod am Kreuz auferweckt. Das war die Hilfe des Herrn.

Die Verse 10 und 11 sind ein Appell an die Juden, die zwar Gott anerkannten, aber Jesus Christus, seinen Knecht, ablehnten.

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Ankündigung der Errettung

Von Jesaja 51,1 – 52,12 beschreibt der Heilige Geist das allmähliche Erwachen des gläubigen Überrests der Juden in der Zukunft. In Vers 1 werden die angesprochen, die den Messias aufrichtig suchen. Sie werden auf ihre Stammeltern Abraham und Sara hingewiesen, die lange auf die Erfüllung der Verheissung Gottes warten mussten. So wird der Überrest auch erst nach langer Zeit der Fremdlingschaft und der Verfolgung den Trost des Herrn und seinen Segen im Tausendjährigen Reich erfahren.

In Vers 4 wird der Appell intensiver. Es ist der Herr Jesus selbst, der von seiner bevorstehenden Herrschaft in Gerechtigkeit in seinem Reich spricht. Doch Er richtet die Blicke bis zum Ende, wenn die jetzigen Himmel und Erde aufgelöst und die Ungläubigen ewig verdammt werden. Wenn Er sagt: «Meine Gerechtigkeit wird nicht zerschmettert werden», denkt Er an den neuen Himmel und die neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnen wird (2. Petrus 3,10-13).

Zwischen Vers 1 und Vers 7 zeigt sich ein Fortschritt: Aus solchen, die der Gerechtigkeit nachjagten, sind solche geworden, die die Gerechtigkeit kennen und in deren Herz das Gesetz Gottes ist. In Vers 9 ruft der gläubige Überrest den Herrn voll Gottvertrauen um Hilfe an und denkt dabei an die Befreiung aus Ägypten. Das Resultat steht in Vers 11: Die Befreiten, d.h. die gläubigen Juden, die vor dem Antichristen aus Jerusalem fliehen müssen, werden nach der Befreiung durch Jesus Christus mit Jubel und Freude nach Zion zurückkehren.

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Befreiung Jerusalems

Ab Vers 12 haben wir die Antwort des Herrn auf die Bitte des treuen Überrests in den Versen 9 und 10. Wenn Gott für uns ist, brauchen wir als Gläubige uns nicht vor Menschen zu fürchten. Wir haben ja Den auf unserer Seite, der nicht nur alles erschaffen hat (Vers 13), sondern der die Geschicke der Welt lenkt. Er ist es, der das Völkermeer erregt und der alle Fäden in seiner Hand hält. Der 16. Vers richtet sich an den Messias, durch den Gott alle seine Ziele erreichen wird, vor allem die völlige Wiederherstellung seines irdischen Volkes, sodass Er zu Zion sagen kann: «Du bist mein Volk!» Die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk wird dann wieder intakt sein.

Am Ende der Drangsalszeit werden die Leiden und Nöte beendet sein, denn Jerusalem wird dann die Strafe Gottes als Folge ihrer Sünden getragen haben. Wie die Züchtigung aussieht, sagen die Verse 18-21. Verheerung und Zerschmetterung betreffen das Land, d.h. der gesamte Besitz wird vernichtet. Hungersnot und Schwert sind das, was über die Menschen kommt. Doch an dieser Stelle wird vom Ende gesprochen, wenn das Mass der Drangsal voll sein wird. Dann nimmt Gott die Rechtssache seines Volkes in die Hand. Durch das Eingreifen von Christus, der in Macht und Herrlichkeit erscheinen wird, wird der gläubige Überrest des Volkes von allen seinen Bedrängern und Peinigern befreit werden. Dann werden alle Feinde Israels von Gott selbst gerichtet werden.

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Der HERR in Zion

Jetzt wird Jerusalem aufgefordert, sich zu schmücken und den Staub, der an vergangene Not und Trauer erinnert, abzuschütteln. Die in Vers 3 angekündigte Erlösung bezieht sich nicht nur auf die Befreiung vom Joch der Unterdrücker. Wir dürfen auch an die ewige Erlösung denken, für die weder Israel noch irgendein Mensch etwas bezahlen kann. Der Preis dafür ist nicht Silber oder Gold, sondern das kostbare Blut von Jesus Christus, dem Lamm ohne Fehl und ohne Flecken (1. Petrus 1,19).

Der erste Bedrücker Israels war Ägypten. Doch in der Endzeit wird es auch Assyrien sein. So wie Gott das Volk einst aus Ägypten befreit hat, wird Er es «an jenem Tag» – es ist der Tag des Herrn, an dem Er als Richter, aber auch als Retter seines Volkes erscheinen wird – erlösen.

Was ist der Inhalt der frohen Botschaft, die überall verkündigt wird? (Vers 7). Es handelt sich um das Kommen des Herrn Jesus in Macht und Herrlichkeit. Er, der Messias, der zugleich Gott ist, wird dann als König in Jerusalem herrschen. Diese Rettung Israels durch seinen Gott wird von allen Nationen gesehen werden (Vers 10). – Der Aufruf in Vers 11 richtet sich an alle, die zu jener Zeit noch nicht in Jerusalem oder im Land sind. Der Herr selbst will bei ihrer Rückkehr vor ihnen herziehen. – Die Aufforderung zur Absonderung von allem Bösen und aller Unreinheit ist ein allgemein gültiger Grundsatz in der Bibel. Jeder, der den Namen des Herrn nennt, muss sich von aller Ungerechtigkeit trennen (2. Timotheus 2,19).

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Der erhöhte und erniedrigte Knecht

Wir kommen nun zum wichtigsten Teil des Propheten Jesaja: zur Weissagung über den Herrn Jesus als den leidenden Knecht Gottes. Jesaja 53 wurde schon als moralischer Mittelpunkt des Alten Testaments bezeichnet. Der Heiland, der für uns starb, musste das erdulden, was in diesem Kapitel steht.

In Jesaja 52,13-15 spricht Gott und stellt uns die Folgen des Erlösungswerks am Kreuz vor. Christus, der sich als Mensch so tief erniedrigte, dass Er gehorsam wurde bis zum Tod am Kreuz, ist von Gott erhöht worden. Vers 13 spricht von seiner Auferweckung, seiner Himmelfahrt und seiner Verherrlichung zur Rechten Gottes.

Vers 14 redet vom Kommen des Herrn in Niedrigkeit. Aber einen solch demütigen Messias wollten die Menschen nicht. Sie lehnten Ihn ab. Vers 15 handelt von seinem Kommen in Herrlichkeit. Dann werden die Menschen nur noch staunen und nichts mehr sagen.

Kapitel 53 beginnt mit einer Verkündigung Gottes, die jeden Menschen angeht (siehe Fussnote zu Vers 1). Wie lange ging es, bis wir geglaubt haben, dass der Herr Jesus auch für uns persönlich leiden und am Kreuz sterben musste? Dieser leidende Christus wird nun ab Vers 2 vorgestellt. Er ist der Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut. Sein eigenes Volk – dieser Wurzelstock in dürrem Erdreich, aus dem Er wie ein Reis aufschoss (Johannes 4,22) – lehnte Ihn ab. Sie sahen in Ihm nicht den von Gott gesandten Messias. Dieser demütige Knecht gefiel ihnen nicht. Sie verachteten Ihn. Er war ihnen nichts wert.

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Der leidende Knecht

Vers 4 wird in Matthäus 8,16.17 zitiert. Dort sehen wir, wie der Herr voll Mitgefühl die Krankheiten auf sein Herz und seinen Geist nahm. In seinem Erbarmen beseitigte Er die Folgen der Sünde, indem Er viele heilte.

Aber ab Vers 5 müssen wir an sein Sterben am Kreuz denken, vor allem an die drei Stunden der Finsternis. Damals wurde Er zum Stellvertreter all derer, die je an Ihn glauben würden. Gottes Zorn über die Sünde (unsere Übertretungen, unsere Ungerechtigkeiten) traf Ihn, den Sündlosen, damit wir zum Frieden mit Gott kommen konnten.

Der 7. Vers erinnert uns daran, wie Er vor seinen ungerechten Richtern nichts zu seiner Verteidigung sagte (Matthäus 26,63; 27,12.14). «Weggenommen» in Vers 8 bedeutet nicht, dass Er befreit wurde, sondern dass Er weggenommen wurde, um zu sterben (vergleiche Psalm 102,25; Fussnote zu Johannes 19,15). Nach seinem Tod am Kreuz sorgte Gott dafür, dass sein Sohn würdig begraben wurde. Joseph von Arimathia erfüllte die Voraussage des 9. Verses (Lukas 23,50-53).

Der Herr hat alles gut gemacht, was wir gegenüber Gott verschuldet haben. Er ist für uns das Schuldopfer geworden. Zur Frucht der Mühsal seiner Seele gehören alle, die sein Erlösungswerk im Glauben annehmen und von Gott begnadigt werden. Wie wird Er sich freuen, wenn einmal alle, für die Er gestorben ist, um Ihn, das Lamm, vereint sein werden!

Im letzten Vers sehen wir die Belohnung Gottes, wie Er Ihn ehrt. Der einst Verachtete wird in der Zukunft von allen geehrt werden.

Buchtipp: Gottes Knecht leidet

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Israels Wiederherstellung

In Kapitel 53 stand das Erlösungswerk des Herrn Jesus vor uns. Jetzt geht es um die Wiederherstellung des Volkes Israel in der Zukunft, was sich einzig und allein auf das Werk seines Erlösers am Kreuz gründet.

Israel war in der Vergangenheit seinem Gott untreu geworden, sodass Er es züchtigen und für eine Zeit verlassen musste. Aber Er wird sich in seinem unendlichen Erbarmen und seiner grossen Güte aufs Neue seinem irdischen Volk zuwenden. Am Anfang des Tausendjährigen Reiches wird der gläubige Überrest, den Gott als sein Volk anerkennen wird, zahlenmässig gering sein. Aber das wird sich in kurzer Zeit ändern (Verse 1-2).

Die «Schmach deiner Jugend» erinnert an den Götzendienst dieses Volkes. Er wird dann für immer vorbei sein. Der besondere Trost des gläubigen Überrests nach der durchlittenen Drangsalszeit wird Gott sein, der sich in seiner Grösse und Herrlichkeit vorstellt (Vers 5), und seine Zusicherung, dass seine Güte nicht weichen und sein Friedensbund nicht wanken wird. Die Garantie dafür ist der Herr selbst.

Die Schlussverse betonen die zwei Kennzeichen des Tausendjährigen Reiches: Frieden und Gerechtigkeit. Zudem versichert Gott seinem Volk, dass niemand mehr sich gegen Israel wenden wird. Es braucht sich nicht mehr zu fürchten. – Eine noch herrlichere Gewissheit haben wir Christen. «Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns? … Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt; wer ist es, der verdamme?» (Römer 8,31-34).

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Gnade für alle Menschen

Dieses Kapitel spricht zwar prophetisch von der Gnade Gottes, die zu Beginn des Tausendjährigen Reiches dem Volk Israel und den Nationen verkündigt wird. Aber wir dürfen den Inhalt dieser Verse sicher auch auf unsere Zeit und das Evangelium der Gnade anwenden.

Die Menschen können für ihre Errettung nichts bezahlen. Womit wollten sie Gott zufriedenstellen? Nun werden alle aufgerufen, zu den Wassern zu kommen und ohne Kaufpreis Wein und Milch zu kaufen. Bei diesen Symbolen denken wir an das Wasser und das Brot des Lebens, an die Freude (Wein) und die vernünftige, unverfälschte Milch des Wortes Gottes. Aber was bedeutet «kaufen ohne Geld»? Man muss das in Gnade angebotene Heil in Jesus Christus im Glauben annehmen, um errettet zu werden. Auch wenn das Angebot für alle ausreicht, kommt es doch nicht automatisch allen zugut, sondern nur den Glaubenden.

Der Aufruf zur Umkehr vom bösen Weg und zur Hinwendung zu Gott, um Vergebung zu bekommen, ist auch heute aktuell. Die Verse 8 und 9 gelten einerseits für die, die denken, sie hätten keinen Heiland nötig, sie könnten die Seligkeit durch ihr Verhalten erwerben. Aber sie gelten auch für uns Glaubende, die als beschränkte Menschen die Wege Gottes mit uns nicht immer verstehen. Beugen wir uns doch einfach darunter! – Zusammen mit der Illustration in Vers 10 wird in Vers 11 die Leben spendende Kraft des Wortes Gottes gezeigt. Zu allen Zeiten weist es Menschen den Weg vom Tod zum Leben (Jakobus 1,21; 1. Petrus 1,23-25).

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Gottesfurcht

Der Aufruf in Vers 1 ist eigentlich ein Ruf zur Buße und zur Umkehr zu Gott ähnlich dem, was Johannes der Täufer gepredigt hat. Damals stand das Kommen des Herrn in Niedrigkeit bevor. Hier sagt Gott: «Meine Rettung steht im Begriff zu kommen», d.h. in der Person des Messias. Eine echte Umkehr zeigt sich im Gehorsam. Darum ist hier vom Halten des Sabbats die Rede. Es geht um die geistliche Zubereitung der Juden für das kommende Reich Gottes – das, was zur Zeit von Johannes dem Täufer nicht erfolgte, weil sowohl er als auch Christus abgelehnt und getötet wurden.

Ab Vers 3 sehen wir Gottes Gedanken gegenüber Menschen, die unter dem Gesetz vom Sinai keinen Zugang zu Gott hatten: die Ausländer und die Verschnittenen, denen Nachkommen versagt waren (5. Mose 23,2.4). Beiden spricht der Herr seinen Trost zu. Nicht die Stellung und Herkunft des Menschen sind für Ihn entscheidend, sondern ihr Glaube, ihr Gehorsam und ihre Liebe zu Ihm.

Was haben die Verse 9-12 für einen Zusammenhang mit dem Anfang des Kapitels? Derselbe Gott, der sich in Gnade den Verworfenen annimmt, die in Buße und Glauben zu Ihm kommen, ist unerbittlich gegenüber dem Bösen. Tiere symbolisieren in der Bibel oft Menschen ohne Verbindung zu Gott. Es geht hier um den König des Nordens und seine Heere, die Gott als Zuchtrute über sein Volk kommen lässt. Die Hunde sind die Führer des Volkes, die versagt und nur für sich gelebt haben. Ein solcher Zustand macht es den Feinden Israels leicht, dieses anzugreifen (Daniel 11,40.41).

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Götzendienst in der Endzeit

Das Kapitel beginnt mit einem Trostwort für die Gerechten, die durch Ungläubige verfolgt werden. In der Zukunft werden viele Treue aus dem Volk Israel ihr Leben lassen müssen. Dadurch bewahrt der Herr sie vor dem kommenden Unglück. Die Verse 1 und 2 werden sich auch für uns Christen bewahrheiten: Bei der Entrückung werden alle Glaubenden die Erde verlassen, ohne grosse Beachtung durch die Ungläubigen. So werden wir vor der Drangsalszeit verschont.

Ab Vers 3 setzt Gott die in Jesaja 56,9 begonnene Anklage gegen sein Volk und dessen Führer fort. Wir sehen, dass es in der Endzeit wieder zu schlimmem Götzendienst kommen wird (Matthäus 12,43-45). Der Antichrist wird ein Gräuelbild des politischen Herrschers in den Tempel stellen und die Menschen zwingen, es anzubeten (Offenbarung 13,14.15; Matthäus 24,15). Die «Kinder des Abfalls» und die «Nachkommen der Lüge» sind die Anhänger des Antichristen. – Da auch zur Zeit Jesajas Götzendienst verbreitet war, richtete sich diese Weissagung auch an das Gewissen seiner Zeitgenossen.

In Vers 13b spricht Gott denen das Erbe zu, die ihre Zuflucht zu Ihm nehmen. Als der Höchste neigt Er sich zu dem herab, der sich im Anerkennen seiner eigenen Nichtigkeit und Sündhaftigkeit vor Ihm beugt. Einem solchen begegnet Er mit voller Vergebung.

Am Schluss wird nochmals der wahre Charakter der Gottlosen aufgezeigt. Für den, der sich vor Gott nicht beugen und sich nicht heilen lassen will, gibt es keine Hoffnung: «Kein Friede den Gottlosen!»

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Anklage gegen Juda

Was war das für eine Übertretung, die der Prophet dem Volk kundtun musste? Welche Sünden sind hier gemeint, nachdem Gott doch bereits den Götzendienst angeprangert und ihnen die Sünde der Verwerfung des Messias vorgehalten hatte? Die Juden hatten schon zur Zeit Jesajas den im Gesetz vorgeschriebenen Gottesdienst zu einer äusseren religiösen Form herabgewürdigt. Sie hielten die Form noch hoch, lebten aber wie sie wollten.

Der Herr greift bis Vers 7 einen Aspekt der religiösen Heuchelei des Volkes heraus: das Fasten. Wie sehr erinnert dies an die Heuchelei der Pharisäer im Neuen Testament. Sie fasteten und versuchten, alle Vorschriften des Gesetzes äusserlich peinlich genau einzuhalten, während sie ihren Messias verwarfen und töteten.

Gott erklärt den Menschen seines Volkes, wie ein Fasten aussieht, an dem Er Wohlgefallen hat. Er zeigt ihnen, wie sie sich zu verhalten haben (Verse 6-7). Gleichzeitig stellt Er ihnen die gesegneten Folgen eines Gott gemässen Verhaltens vor. In der Endzeit wird der gläubige Überrest der Juden, der vor Gott Buße tun wird, die Wahrheit dieser Verse erfahren. «Licht wird hervorbrechen wie die Morgenröte» (Vers 8). Ja, die Sonne der Gerechtigkeit wird ihnen aufgehen, wenn der Herr Jesus in Herrlichkeit erscheinen wird (Maleachi 3,20). Wenn sie zu Ihm rufen, wird Er antworten: «Hier bin ich.» – Auch das Halten des Sabbats wird dann zu einem Verhalten gehören, das Gott gefällt und Ihn ehrt. Gottes Gnade mit Israel wird triumphieren.

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Umkehr und Erlösung

Die Verse 1-8 beschreiben die Sünden des Volkes, die dieses von Gott trennen. Wenn die Menschen meinen, der Herr erhöre ihre Gebete nicht, und wenn sie sogar denken, Er könne sie nicht retten, dann muss Er ihnen ihre Ungerechtigkeiten vorstellen. Sie stehen trennend zwischen ihnen und Gott. Wenn wir an die prophetische Seite dieser Verse denken, dann zeigen sie uns den moralischen Zustand der ungläubigen Juden zur Zeit des Antichristen. Es sind schwerwiegende Sünden, die da aufgezählt werden: Mord, Totschlag, ungerechtes Handeln, Lippen und Zunge, die Lüge und Unrecht reden.

Dann finden wir das Sündenbekenntnis des Überrests. Die Menschen erkennen das Abfallen des Volkes (durch die Annahme des Antichristen), sehen aber noch keine Rettung. Interessant ist, dass sich diese Treuen, die sich vom Antichristen und seinen Anhängern absondern, doch von «unseren» Sünden reden. Die gleiche Haltung haben auch Daniel, Esra und Nehemia eingenommen (Daniel 9; Esra 9; Nehemia 9).

Am Schluss haben wir das Eingreifen Gottes. Es gibt jetzt zwar keinen Vermittler mehr. Der einzige Mittler zwischen Gott und Menschen – Jesus Christus – wurde von seinem Volk umgebracht. In der Endzeit gibt es kein Angebot der Gnade mehr wie heute (1. Timotheus 2,3-6). Dann wird Gott in Macht und Gerechtigkeit eingreifen. Das wird für alle seine Feinde Gericht bedeuten. Der Rächer und Richter ist aber zugleich der Erlöser für Zion, d.h. für alle, die sich in Buße und Sündenbekenntnis zu Gott bekehrt haben (Vers 20).

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Die Herrlichkeit Zions im Friedensreich

Dieses Kapitel ist eine Fortsetzung der letzten Verse von Kapitel 59. Mit dem Kommen des Erlösers wird für Zion eine herrliche Zeit anbrechen, wie die nun folgende Beschreibung zeigt. Das Dunkel ist gewichen (Jesaja 59,9). Dafür ist das Licht der Stadt Gottes gekommen. Es ist die Herrlichkeit des Herrn selbst. Und wie wunderbar: Die göttliche Herrlichkeit erleuchtet nicht nur Zion. Die Stadt darf dieses Licht widerstrahlen. Dadurch werden alle Völker angezogen. Sie werden kommen, um in Jerusalem das Lob des Herrn zu verkündigen und Ihm Opfer zu bringen.

Zu Beginn des Tausendjährigen Reiches werden viele aus Israel in ihr Land zurückkehren. Es wird eine unvorstellbar herrliche Zeit sein. Die Tore Jerusalems werden beständig offen stehen, denn es gibt keine Feinde mehr, die angreifen könnten. – Interessant ist Vers 14. Die Nachkommen derer, die Jerusalem früher bedrückt haben, werden in Demut kommen und der Stadt alle Ehre geben. Das wird aber nicht unter äusserem Druck zustande kommen, sondern infolge einer Herzensumkehr und durch Glauben an Christus, den Erlöser.

Die Schlussverse enthalten eine herrliche Beschreibung des Segens der Stadt Jerusalem und des ganzen Volkes Israel im Tausendjährigen Reich. Dann wird Israel die Vorherrschaft auf der Erde haben. Noch herrlicher als aller materielle Reichtum wird die Nähe des Herrn sein. Zweimal wird betont: «Der Herr wird dir zum ewigen Licht sein.»

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Der Messias und sein Volk

Während seines Dienstes in Demut und Sanftmut kam der Herr Jesus auch in die Synagoge von Nazareth, wo Er aufgewachsen war. Dort las Er die ersten zwei Verse aus Jesaja 61 vor. Doch Er hielt mitten im Satz inne und erwähnte damals den «Tag der Rache unseres Gottes» noch nicht. Dieser lag noch in der Zukunft. Nur für den ersten, den vorgelesenen Teil galt: «Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt» (Lukas 4,21). – Hier im Propheten Jesaja werden das Kommen des Herrn Jesus in Niedrigkeit und sein Erscheinen in Herrlichkeit in einem Atemzug genannt, obwohl die ganze Zeit der Gnade (von seinem ersten Kommen bis zur Entrückung) dazwischen liegt. Die Verse 2b und 3 sind also noch zukünftig.

Die Verse 4-9 zeigen, wie die Nationen dem Volk Israel helfen und ihm dienen werden, sodass Israel sich ganz dem Dienst seines Gottes widmen kann. Die ganze Welt wird Israel als das von Gott gesegnete Volk anerkennen (Vers 9). Auch wenn dies heute unvorstellbar scheint, wissen wir, dass Gott zu seinem Ziel kommen wird.

Die Verse 10 und 11 sind ein Loblied Israels, das alle Erlösten singen werden. Wir müssen diese Verse zusammen mit Vers 3 lesen. Dort wird angekündigt, was der Herr mit den Trauernden in Zion tun will. Hier haben wir die dankbare Antwort aller, die jetzt mit Kleidern des Heils und dem Mantel der Gerechtigkeit bekleidet sind. Das in Vers 11 gebrauchte Bild aus der Natur bezeugt die Zuverlässigkeit der Zusagen Gottes an sein Volk.

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Der HERR kümmert sich um Zion

Es ist Christus, der Messias, der nicht schweigen will, denn Er möchte sein Ziel mit Zion erreichen. Jerusalem soll sozusagen zur Hauptstadt der Welt werden: «Die Nationen werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit.» Einst musste Gott diese Stadt, die seinen Sohn verworfen und gekreuzigt hat, verlassen und sie auf die Seite stellen. Aber das wird sich ändern. Diese Veränderung, die nur die Gnade Gottes zustande bringt, kommt auch im neuen Namen zum Ausdruck: «Man wird dich nennen: Mein Gefallen an ihr …, die Gesuchte, Stadt, die nicht mehr verlassen wird» (Verse 4.12).

Wächter sind da, um eine Stadt rechtzeitig vor Feinden zu warnen. Hier aber erinnern sie den Herrn an seine Verheissungen, die Er im Blick auf Jerusalem und das Land Israel gemacht hat. Die Antwort folgt in Vers 8. Gott versichert seinem Volk, dass im Tausendjährigen Reich keine Feinde mehr eindringen und die Ernte zerstören werden. Kriege und Eroberungen werden das Land nie mehr bedrohen. Ungestörter Frieden und völlige Freiheit werden dann herrschen.

Der Aufruf in Vers 10 richtet sich an den gläubigen Überrest oder die Bewohner von Jerusalem. Sie sollen den Weg bahnen, damit die übrigen Juden, die sich noch unter den Nationen befinden, kommen können. Das Banner ist hier ein weithin sichtbares Zeichen dafür, dass der Herr zum Wohl seines Volkes eingeschritten ist. – Das «Heil» ist eigentlich die Person des Retters. Er kommt als Helfer für die Seinen und als Richter für die Feinde.

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Gericht in Edom, Rettung in Israel

Wenn Christus zum zweiten Mal kommt – dann nicht mehr in Niedrigkeit, sondern in Macht und Herrlichkeit –, wird dies nicht nur Errettung für sein irdisches Volk bedeuten, sondern auch Gericht über die feindlichen Nationen. Die Verse 1-6 reden vor allem vom Gericht über Edom. Das sind die Nachkommen Esaus, des Zwillingsbruders von Jakob. Das Treten der Kelter spricht bildlich von einem schonungslosen göttlichen Gericht (vergleiche Offenbarung 14,17-20).

Ab Vers 7 spricht der Prophet. Er denkt an vergangene Gütigkeiten des Herrn. Weiter sagt er, dass Er ihnen zum Erretter wurde. Das bezieht sich zunächst auf die Geschichte Israels bis zur Zeit Jesajas. Dann kam der Herr Jesus, um sein Volk von seinen Sünden zu erretten (Matthäus 1,21). Doch Er wurde verworfen. Diese Verse haben daher auch eine Bedeutung für die Zukunft. In der Zwischenzeit muss sich Gott gegen sein Volk stellen, weil es seinen Heiligen Geist betrübt hat. Zur Zeit des Herrn Jesus schrieben die Führer des Volkes das Wirken des Heilands dem Teufel zu. Damit lästerten sie den Heiligen Geist, in dessen Kraft der Herr wirkte (Matthäus 12,22-32; Apostelgeschichte 10,38).

Nach der Entrückung der Gläubigen wird Gott durch seinen Geist die ab Vers 11 beschriebene Rückbesinnung und Buße bei den Juden bewirken. Die Erinnerung an die aussergewöhnliche Güte Gottes in der Vergangenheit wird den gläubigen Überrest zur Gewissheit führen, dass Er im Stande ist, sein Volk aus der Not der grossen Drangsal zu erretten.

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Bekenntnis und Flehen um Vergebung

Wir haben gesehen, wie der gläubige Überrest in der Endzeit zum Himmel aufblickt. Er bittet, Gott möge von dort herabkommen. Aber jene Gläubigen wissen auch, dass sie es nicht verdient haben, und stützen sich nur auf Gottes Gnade (Jesaja 63,15.19). Im Vertrauen harren sie auf Den, der allein helfen kann. Auch sie beschönigen ihren Zustand nicht und bezeugen: «Wir haben gesündigt … wir sind allesamt wie ein Unreiner geworden.» Das Bekenntnis in Vers 6 bezieht sich wohl auf das ganze Volk, mit dem sich die Gläubigen des Überrests vor Gott einsmachen. Wie bitter waren die Folgen ihrer Ungerechtigkeiten!

Aber dann folgt ein «und nun». Die Glaubenden des Überrests erinnern Gott daran, dass Er der Ursprung des Volkes Israel ist. Er hatte Abraham gerufen, ihm Verheissungen gegeben und ihn nach Kanaan geführt. Der Herr war der Bildner und Israel das Werk seiner Hände. Aus diesem Grund flehen die Menschen: «Herr, zürne nicht allzu sehr und gedenke nicht ewig der Ungerechtigkeit.»

Dieses Kapitel endet mit einer offenen Frage: «Willst du schweigen und uns ganz und gar niederbeugen?» Aus anderen Stellen wissen wir, dass Er sich seines Volkes schliesslich erbarmen wird. Der Apostel Paulus greift in Römer 9 das Bild des Töpfers auf, der den Ton nach seinem Gutdünken formt. Er spricht dort von den «Gefässen der Begnadigung», an denen Gott den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtun wird.

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Der Überrest und das abgefallene Volk

Der erste Vers weist nicht nur auf die Endzeit hin, wenn nach der Entrückung eine grosse Volksmenge aus allen Nationen errettet wird (Offenbarung 7,9-17). Wir dürfen auch an die heutige Zeit denken, in der Gottes Gnade für alle Menschen ist und Er auch solche rettet, die keine Beziehung zu Ihm hatten (Epheser 2,11-13).

Dann spricht Gott von seinem widerspenstigen Volk, um das Er sich immer wieder gemüht hat. Viele Sünden muss Er ihnen vorhalten: Götzendienst, Kult der Totenbeschwörung, Essen von Schweinefleisch (was den Juden nach dem Gesetz ausdrücklich verboten war) und pharisäische Frömmigkeit, die mit diesen Verunreinigungen gepaart ist, aber eine äussere Heiligkeit vortäuscht. All das kann Gott nicht einfach vergessen. Er kann und wird zum Tun des ungläubigen, abtrünnigen Volkes nicht schweigen. Seine richterliche Vergeltung wird kommen, bevor Er den Segen über die Erde bringt (Vers 7b).

Ab Vers 8 wird aber klar, dass Gott nicht das ganze Volk verderben will, weil Er den gläubigen Überrest darin sieht und ihn verschonen will. «Der Herr weiss die Gottseligen aus der Versuchung zu retten, die Ungerechten aber aufzubewahren auf den Tag des Gerichts, damit sie bestraft werden» (2. Petrus 2,9). Und so sind die Verse 11 und 12 an jene im Volk gerichtet – sie machen die Mehrzahl der Menschen in Israel aus –, die den Herrn verlassen und sich den Gestirnen, die sie als Götter verehren, zugewendet haben. Das Schwert, d.h. der Tod, wird sie treffen, weil sie auf Gottes Bemühungen nicht reagiert haben.

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Die erneuerte Schöpfung

Die Verse 13-16 enthalten eine Gegenüberstellung zwischen dem treuen Überrest und dem ungläubigen Teil des Volkes. Von den Treuen sagt Gott: «meine Knechte.» Sie haben durch ihren Gehorsam gegenüber den Anweisungen Gottes ihren Glauben bewiesen. Die Abtrünnigen aber werden vollständig von der Erde verschwinden, sodass sogar ihr Name für die Auserwählten Gottes nur noch als «Fluchwort» zurückbleiben wird (Vers 15).

Mit dem neuen Himmel und der neuen Erde sind nicht die neuen Himmel und die neue Erde gemeint, die nach dem Untergang der ersten Schöpfung sein und in Ewigkeit bleiben werden. Gott wird am Anfang des Tausendjährigen Reiches die Schöpfung vom Fluch und den Folgen der Sünde befreien.

Beim neuen Himmel und der neuen Erde, von denen Gott hier spricht, geht es um die jetzige, für das Tausendjährige Reich sittlich gereinigte Schöpfung. Wir verstehen gut, dass in dem hier beschriebenen herrlichen Zustand kein Gedanke mehr an die traurige Vergangenheit aufkommen wird. Frieden und Freude werden zu den Kennzeichen jener Segenszeit gehören.

Und doch wird der Tod nicht ganz verschwunden sein. Menschen, die in jener Zeit geboren werden und sich nicht bekehren, sondern sich nur äusserlich dem Herrn Jesus unterwerfen, werden getötet, sobald sie sich gegen Ihn versündigen (Psalm 101,8).

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Der HERR nimmt sein Volk an

Das letzte Kapitel dieses Propheten gibt uns einen Überblick über die Zeit vor dem Tausendjährigen Reich, über das Kommen des Messias und über sein Handeln mit Israel und den Nationen.

Gott ist zu gross, um in einem von Menschen gebauten Tempel zu wohnen. Trotzdem durfte Ihm sein Volk ein Haus bauen. Damit wollte Er ihnen zeigen, dass Er unter ihnen zu wohnen wünschte.

In der Endzeit wird es wieder einen Tempel in Jerusalem geben. Auch der Opferdienst wird wieder aufgenommen werden. Aber alles wird im Eigenwillen und im Unglauben unter der Leitung des Antichristen geschehen. Gott kann diesen Tempel nicht als sein Haus anerkennen. Auch der ganze darin dargebrachte Opferdienst ist Ihm ein Gräuel (Verse 1-4). In jener Zeit wird Er ein Auge auf den kleinen gläubigen Überrest haben (Vers 2). Gerade jene, die vor dem Wort Gottes zittern, werden von ihren ungläubigen Landsleuten verspottet und verfolgt.

Ab Vers 7 steht ein anderes Bild vor uns. In den Versen 7-9 geht es um die göttliche Anerkennung der Juden als sein Volk. Sobald sie in Buße und Glauben zu Gott umkehren und Christus als Messias anerkennen, werden sie wieder sein Volk sein.

Alle, die über Jerusalem getrauert haben, werden jetzt getröstet. Der Herr selbst wird sein Volk trösten, «wie einen, den seine Mutter tröstet». Alle Not und alle Drangsale werden für immer vorbei sein. Dafür werden Jerusalem und das Volk geistliche und materielle Wohltaten empfangen (Verse 11-12).

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Macht und Herrlichkeit des Herrn

Beim herrlichen Erscheinen des Herrn Jesus in Macht wird Er über seine Feinde Gericht ausüben. Das Feuer ist ein Bild der alles verzehrenden Heiligkeit Gottes. Das Schwert spricht vom Wort Gottes. Es wird der Massstab für sein Gericht sein. «Alles Fleisch» ist die gesamte Menschheit, soweit sie sich bei seinem Erscheinen gegen Christus stellt (Offenbarung 19,17.18). Der Hauptgrund für das göttliche Strafgericht ist der Götzendienst (Vers 17; Jesaja 65,3).

Was für Nationen werden dann kommen und die Herrlichkeit des Herrn sehen? Es sind die Menschen, die sich nicht an der Rebellion gegen den Herrn Jesus beteiligt haben und erst nach seinem Erscheinen von Ihm hören werden. Wenn sie an Ihn glauben, werden sie in den Segen des Friedensreiches eingehen.

Diese Bekehrten aus den Nationen werden die «Brüder der Juden» – es sind die Angehörigen der zehn Stämme – als Opfergabe dem Herrn darbringen. Diese Rückkehrenden, die so vor den Herrn gebracht werden, umfassen natürlich nur die, die durch Buße und Glauben bereits innerlich zu ihrem Gott umgekehrt sind.

Der neue Himmel und die neue Erde sind wie in Jesaja 65,17 die gereinigte und vom Fluch der Sünde befreite erste Schöpfung. Alle dann lebenden Menschen werden kommen, um vor dem Herrn anzubeten. Dann wird dem Herrn Jesus hier die Ehre, die Ihm wirklich gebührt. – Weil es auch im Reich Menschen geben wird, die sich gegen den Herrn und Gott versündigen, endet das Buch mit der Erwähnung des Gerichts (als Folge der gerechten Regierung des Herrn Jesus).

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