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Auf dem Wasser gehen

Auf dem Wasser gehen

Die Überfahrt über den See beschreibt die Zeit, da der Herr Jesus im Himmel und wir als seine Jünger auf der Erde sind. In seiner Nachfolge läuft nicht alles glatt. Es gibt Widerstände und Probleme, mit denen wir zu kämpfen haben.

Die Geschichte zeigt uns einerseits, dass der Herr unsere Not sieht, zu uns kommt und uns neuen Mut schenkt. Anderseits lernen wir von Petrus, in den Schwierigkeiten auf den Herrn Jesus zu vertrauen und Ihm im Glauben entgegenzugehen.

Der Herr Jesus kommt zu uns

In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen, gehend auf dem See (Matthäus 14,25).

Der Herr befahl seinen Jüngern, ins Schiff zu steigen und Ihm an das jenseitige Ufer vorauszufahren. Nachdem Er die Volksmenge entlassen hatte, stieg Er allein auf den Berg, um zu beten.

Diese Szene lässt sich gut auf uns übertragen. So wie die Jünger sind wir im Auftrag des Herrn unterwegs. Er ist nicht bei uns, denn Er hat die Erde nach vollbrachtem Erlösungswerk verlassen. Aber wir wissen, dass Er im Himmel an uns denkt und sich für uns verwendet.

Die Jünger überquerten den See in der Nacht. Es war dunkel und der Wind war ihnen entgegen, so dass sie hart rudern mussten.

Wir folgen dem Herrn Jesus in einer geistlichen Nacht nach. Seit Er die Erde verlassen hat, herrscht in der Welt moralische Dunkelheit. Zudem kommen wir oft nur mit grosser Anstrengung vorwärts, weil wir mit vielen Widerständen zu kämpfen haben. Der Feind möchte uns mit allen Mitteln von einer treuen Nachfolge abbringen.

In der vierten Nachtwache – also zwischen drei und sechs Uhr morgens – kam Jesus Christus zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: «Seid guten Mutes, ich bin es; fürchtet euch nicht!»

Diese Erfahrung machen auch wir. Wenn die Wellen hoch gehen und der Wind uns ins Gesicht bläst, kommt der Sohn Gottes zu uns. Er hält alles in seiner Hand und lässt uns seine Gegenwart spüren. Durch sein Wort nimmt Er uns die Furcht weg und gibt uns neuen Mut.

Wir kommen zum Herrn Jesus

Petrus stieg aus dem Schiff und ging auf den Wassern und kam zu Jesus (Matthäus 14,29).

Petrus hat gesehen, wie Jesus auf dem Wasser gehend zu ihnen gekommen ist. Nun bittet er Ihn: «Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf den Wassern.» Darauf spricht der Meister nur ein Wort: «Komm!» Sofort verlässt Petrus das Schiff und geht dem Herrn auf dem See entgegen.

In dieser Szene liegt eine wichtige Lektion für uns. Wenn wir wie Petrus den Weg des schlichten Glaubens an den Herrn Jesus gehen möchten, müssen wir das Schiff verlassen. Anstatt uns an sichtbare Mittel zu klammern, gilt es, vertrauensvoll auf Jesus Christus zu blicken. Das ist das grosse Ziel Gottes mit uns: Wir sollen in den Schwierigkeiten und Herausforderungen des Lebens immer näher zum Herrn Jesus kommen, indem wir auf Ihn blicken – den Anfänger und Vollender des Glaubens. Solange unser Glaubensauge auf Ihn gerichtet ist, können wir Ihm mutig «auf den Wassern» entgegengehen.

Die Geschichte geht noch weiter: Auf einmal blickt Petrus auf den Wind und fürchtet sich. Als er anfängt zu sinken, schreit er: «Herr, rette mich!» Sofort streckt Jesus seine Hand aus und rettet den Jünger.

Auch uns kann es passieren, dass wir von Christus weg auf die Probleme schauen. Da scheint uns der Weg der Nachfolge auf einmal schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Wir verlieren den Glaubensmut und fangen an zu sinken. Doch ein Hilferuf genügt, und der Herr Jesus hilft uns!

Autor: Matthias Billeter, Quelle: Näher zu Dir