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Heiligung
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Heiligung

Dieses Thema wird in der Bibel von zwei Seiten beleuchtet. Einerseits sind wir bei unserer Bekehrung geheiligt worden, sodass wir in unserer Stellung heilig und untadelig vor Gott stehen (Epheser 1,4). Anderseits werden wir aufgefordert, in unserer Praxis ein heiliges Leben zur Ehre Gottes zu führen (1. Petrus 1,15).

Heiligung bei der Bekehrung

«Ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes» (1. Korinther 6,11).

Viele Menschen denken: Ich muss mich verbessern und immer heiliger werden, damit Gott mich annehmen kann. Sie strengen sich an, tun viele gute Werke, leben anständig und hoffen, dass sie dadurch frömmer werden.

Doch was sagt die Bibel zu diesem Thema? Es fällt auf, dass die Christen in Korinth am Anfang des ersten Briefs als «Geheiligte in Christus Jesus» und «berufene Heilige» angesprochen werden (1. Korinther 1,2). Wenn wir jedoch den Brief lesen, merken wir, dass Paulus an ihrem Verhalten manches zu tadeln hatte. Ihr Leben war durchaus nicht immer «heilig».

Warum nennt der Apostel sie trotzdem «Heilige»? Weil Gott bei ihrer Bekehrung ein Werk an ihnen getan hatte. Sie hatten vorher in Sünde und Unmoral gelebt. Aber als sie an den Herrn Jesus glaubten, wurden sie vom Schmutz der Sünde abgewaschen und für Gott geheiligt. Das beschreibt uns der Tagesvers.

Diese Heiligung ist ein einmaliges Werk und betrifft die Stellung der Glaubenden vor Gott. Weil sie zu Ihm umgekehrt sind, werden sie nicht mehr zu den Sündern gerechnet, die verloren gehen. Sie sind für Gott geheiligt, d.h. für Ihn reserviert. Sie gehören jetzt Ihm.

Wir brauchen uns also nicht anzustrengen, um für Gott «Heilige» zu sein. Er selbst macht uns zu «Heiligen», wenn wir über unsere Sünden Buße tun und das Erlösungswerk des Herrn Jesus im Glauben für uns in Anspruch nehmen.

Heiligung im Leben

«Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig in allem Wandel!» (1. Petrus 1,15).

Gott hat uns bei unserer Bekehrung für sich geheiligt. Das war kein Prozess, sondern ein einmaliges Werk.

Doch nun soll in unserem Leben sichtbar werden, dass wir Gott gehören. Weil Er heilig ist, sollen auch wir «in allem Wandel» heilig sein. Was bedeutet das?

Es geht nicht darum, dass wir die alte, sündige Natur verbessern. Das schaffen wir nicht – und Gott will das auch nicht. Er hat uns ein neues Leben geschenkt, damit wir in der Kraft des Heiligen Geistes die Begierden der in uns wohnenden Sünde ignorieren und in Übereinstimmung mit Ihm leben.

Konkret heisst das: Wir sollen nicht sündigen, sondern getrennt von allem Bösen zu Gottes Ehre leben. Weil Er zu rein von Augen ist, um Böses zu sehen, erwartet Er auch von seinen Kindern diese praktische Heiligkeit.

Sie betrifft alle unsere Lebensbereiche: die Ehe, die Familie, die Arbeit, die Freizeit. Jederzeit und überall soll unser Verhalten mit der göttlichen Heiligkeit übereinstimmen.

Wir führen nicht ein heiliges Leben, um von Gott angenommen zu werden, sondern weil wir Ihm gehören und Ihm nun gehorchen möchten. So wollen wir mit der Hilfe des Herrn Jesus die Aufforderung des Apostels Paulus verwirklichen:

«Lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes» (2. Korinther 7,1).

Autor: Matthias Billeter, Quelle: Näher zu Dir